Fledermauskurs an der Hochschule Anhalt

Jedes Jahr zum Sommersemester wird bei einer ausreichenden Anzahl von Studierenden ein Fledermauskurs im Rahmen des Projektes „Grundlagenerhebung“ im Masterstudiengang Naturschutz und Landschaftsplanung begleitet.

Der Kurs ist so aufgebaut, dass zunächst die Ökologie von Fledermäusen gelehrt wird. Ein kurzer Einblick in die Physik mit der Ausbreitung des Ultraschalls legt dar, wie sich die Tiere in ihrem Umfeld orientieren. Dies ist der Startschuss zur akustischen Auswertung, denn die Studenten betreuen über einen längeren Zeitraum Horchboxen, gewinnen Daten und werten diese unter Anleitung selber aus. Als weiteres werden sie Detektorbegehungen durchführen. Dabei werden verschiedene Transekte abgelaufen und die Ultraschalllaute der Tiere erfasst. Auch die Auswertung der Daten erfolgt wieder unter Anleitung.

Ein Highlight dieses Kurses sind die parallel stattfindenden Netzfänge, in der zum ersten Mal der persönliche Kontakt mit den Fledermäusen stattfindet. Diese finden statt um den Studierenden die körperlichen Merkmale bzw. Unterschiede der einzelnen Arten zu zeigen. Dabei wird der Umgang mit den Tieren bei der Erhebung von Daten bspw. dem Reproduktionsstatus gezeigt.

Mit den gewonnen Daten sollen die Studierenden in der Lage sein, einen Projektbericht für den Masterstudiengang abzugeben. Außerdem soll dargelegt werden, wie die Erfassungen von Fledermäusen erfolgt. Dazu gehört auch, dass man Nachhause fährt, wenn andere Menschen zur Arbeit fahren.